Über die FahrdisziplinenFahren als Pferdesport Fahrsport ist eine Form des Pferdesports und bezeichnet im weitesten Sinne das Fahren mit Kutschen und Wagen. In Deutschland steht Fahrsport im Gegensatz zum Freizeitfahren tendenziell für Fahrturniere bzw. das Training dafür. Benno von Achenbach Benno von Achenbach ist der Begründer des deutschen Fahrsystems. Er wurde am 24. Juli 1861 in Düsseldorf geboren, wo heute eine Straße nach ihm benannt ist. Nach einem langen und schöpferischen Leben starb er im Alter von 75 Jahren am 15. Oktober 1936 in Berlin. Er versuchte größtmögliche Sicherheit, Zweckmäßigkeit und Schönung des wertvollen Pferdematerials zu vereinbaren. zum Seitenanfang Die Fahrdisziplinen Auf Fahrturnieren wird im Allgemeinen ein-, zwei- oder vierspännig gefahren. Die meisten Turniere bestehen aus kombinierten Prüfungen in den Disziplinen Dressur, Marathon (Gelände) und Hindernisfahren (Kegelfahren). Diese werden einzeln und kombiniert gewertet. Neben dem Gewinner der jeweiligen Einzeldisziplin wird das Gespann mit den besten Resultaten aller drei Teilprüfungen Gesamtsieger der Kombination. Dressurfahren Hier wird auf einem Fahrviereck eine vorgeschriebene Dressuraufgabe absolviert. Bei der Beurteilung durch die Richter wird Wert auf stilechte Kleidung, Kutschen traditioneller Bauweise und dazu passende Pferde gelegt. Die Dressuraufgabe besteht wie beim Reiten vorwiegend in Hufschlagfiguren und Tempiwechsel. Die Dressur wird mit Wertnoten zwischen 0 und 10 mit Zehntelwerten bewertet. Das Gespann muss eine Wertnote von 5,0 erreichen um die folgenden Prüfungen, meist Kegelfahren und Geländeprüfung fahren zu dürfen. Marathon Gefahren wird eine in 3 bis 5 Teilstrecken getrennte Strecke, meist etwa 15-18 km. In den Teilstrecken sind bestimmte Gangarten und Zeiten (Mindest- und Höchstzeiten) einzuhalten. Der letzte Streckenabschnitt hat zwischen fünf und acht Hindernissen, die möglichst schnell zu durchfahren sind. Häufig sind auch Geländehindernisse, wie etwa Wasserdurchfahrten, zu meistern. Im Marathonparcours darf galoppiert werden. Gefahren wird in Sportkleidung und mit Marathonwagen. Der Beifahrer (Groom) stabilisiert in schnellen Kurven die Kutsche durch Gewichtsverlagerung und sagt dem Fahrer häufig laut rufend die Linienführung beziehungs- weise den Weg durch die Hindernisse an. Beim vierspännigem Marathon sind zwei Beifahrer vorgeschrieben. Hindernisfahren Das Hindernisfahren nennt sich inoffiziell Kegelfahren. Auf einem Parcours sind je nach Schwierigkeitsgrad der Prüfung bis zu 20 Kegelpaare aufgestellt, deren Abstand etwa 20 cm-50 cm weiter ist als die Wagenspur. Die Kegelpaare sind innerhalb einer festgelegten Strecke möglichst schnell zu durchfahren, ohne einen Kegel umzuwerfen oder einen Ball, der auf den Kegeln liegt, abzuwerfen. Die Kegeltore sind mit einer roten Zahl auf der rechten Seite und einer weißen Zahl auf der linken Seite durchnummeriert. Wer ein Tor auslässt, oder von der falschen Seite fährt, ist disqualifiziert.
zum Seitenanfang |